GGN - Globales Geoparknetzwerk

Gebiete mit landschaftlichen oder geologischen Besonderheiten können den Titel "UNESCO Global Geopark" beantragen. Im Unterschied zur UNESCO-Welterbekonvention gelten für Geoparks weniger restriktive Kriterien. Es geht also nicht um den Schutz von Stätten von außergewöhnlichem globalen, sonderm von nationalem sowie kontinentalem Wert. Mit dem UNESCO Status sollen in Regionen mit einzigartiger Landschaft, besonderen Fossil- oder Mineralfundstellen oder bedeutenden geologischen Formationen vor allen den Menschen vor Ort ihr geologisches Erbe näher gebracht und die Identifikation mit der Region gefördert werden; weiterhin werden damit Tourismus und Regionalentwicklung vorangebracht.

Seit dem Jahr 2002 unterstützt die UNESCO Staaten bei der Anerkennung der Nationalen Geoparks als Globale Geoparks. Als seit November 2015 anerkannte "UNESCO Global Geoparks" stellen sie allerdings keine neue Kategorie von Schutzgebieten dar. Seit 2004 gibt das Globale Geoparknetzwerk, eine weltweite Selbstorganisation der Geopark-Initiativen; dieses arbeitet sehr eng mit der UNESCO zusammen.
Seit 2014 ist das Globale Geoparknetzwerk ein eingetragener Verein nach französischem Recht mit dem Namen "Global Geopark Network (GGN) Association", der durch einen international besetzten Vorstand vertreten wird.

Aktuelle Satzung der neu gegründeten "GGN Association"

Derzeit umfasst das Netzwerk mehr als 60 Gebiete auf fast allen Kontinenten, mit Schwerpunkten in Europa und China. Interessierte Gebiete aus Europa müssen sich für eine Anerkennung gemäß den Leitlinien der UNESCO (Stand: 2016) an das Europäische Geopark Netzwerk wenden. Die europäischen Geoparks vergeben gemäß eines Kriterienkatalogs und nach Begehung vor Ort durch internationale Experten ein eigenes Label. Gemäß der "Erklärung von Madonie" aus dem Jahr 2004 hat eine positive Prüfung durch das europäische Geopark-Netzwerk auch die Vergabe des Logos des globalen Netzwerkes und der UNESCO zur Folge. Das europäische Netzwerk evaluiert seine Mitglieder alle vier Jahre.

Die Globalen Geoparks Deutschlands

Als erster Globaler Geopark in Deutschland wurde im Jahr 2000 die Vulkaneifel zertifiziert.
Es folgten TERRA.vita (2001), Bergstraße-Odenwald (2004), die Schwäbische Alb (2004), Harz-Braunschweiger Land–Ostfalen (2005) und der Muskauer Faltenbogen (2010).

Poster GG D
Weitere Informationen



Newsletter Nr. 1/2015 des Globalen Geopark Netzwerks

Newsletter Nr. 1/2014 des Globalen Geopark Netzwerks

Poster des Globalen Geoparknetzwerks (Englisch)
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