Der lange Weg zu den "UNESCO Global Geoparks"

Am 22.4.2015 wurde die Anerkennung der Globalen Geoparks als "UNESCO Global Geoparks" durch den jährlich im Frühjahr tagenden Exekutivrat (dem höchsten Entscheidungsgremium der UNESCO) vorentschieden. Am 17. November 2015 wurde das Programm in Paris endgültig beschlossen; seit dem Beschluß zum UNESCO Welterbe im Jahr 1972 der erste vergleichbare Beschluß der UNO zur Einrichtung einer neuen und nunmehr 3. UNESCO-Flächenkategorie.

Was ging dem voran...

Viele Jahre lang gab es aus dem Global Geopark Network – mit weltweit 120 Mitgliedern - das Bemühen, die Rolle der Geoparks bei der UNESCO aus einem vorläufigen Status „assisted by/unterstützt durch UNESCO“, in einen formalen und dauerhaften Rang zu heben. Vor zwei Jahren hatte sich der Exekutivrat der UNESCO mit einer Initiative der Geoparks beschäftigt und mit großer Mehrheit beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die einen Weg zu Formalisierung des Geoparkstatus aufzeigen soll. Den Vorsitz der AG teilten sich der Britische Botschafter und Dr. Lutz Möller von der Deutschen UNESCO Kommission.

Zur Unterstützung des UNESCO-Anerkennungsprozesses gaben die Globalen Geoparks dann am 22. September 2014 folgende Erklärung ab:

Stonehammer Declaration (Englisch)

Auf Initiative der UNESCO Kommission Portugals wurde daraufhin der Vorschlag entwickelt, die Geoparks mit einem bestehenden Programm zu verknüpfen. Das IGCP, das Internationale Geowissenschaftliche Programm der UNESCO wurde nun um die projektbasierten und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Geoparks ergänzt und heißt ab sofort "IGGP". Das neue IGGP (International Geoscience and Geopark Programme) weist zwei parallele und selbständige Stränge auf. Der Geoparkstrang besteht aus einem Geopark Council, das Empfehlungen zu Neuaufnahmen und Revalidierungen ausspricht. Entscheidungen werden in dem neuen Geopark Bureau gefällt.

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